REZENSIONEN

"Knall auf Fall allein"

"... Als dritte im Bund folgte die renommierte Leverkusener Autorin Regina Schleheck mit ihrem Beitrag: "Himmel im Flammen", wo es ums Fremdgehen, Erwischen und Bespitzeln geht. Und mit einem Racheakt vom Feinsten, der der Handlung einen feurigen Schluss beschert.
... Nach der Pause kam wieder Regina Schleheck zum Zuge mit ihrer zweiten Story aus dem Buch "Knall auf Fall allein", und zwar mit ihrer überraschenden Story "Ich kann ja auch gehen". Die Geschichte beschreibt das Ende einer Ehe, wo der Ehegatte es leid ist, das ständige Genörgel seiner Frau zu ertragen und sie schließlich verlässt. Damit rechnet sie überhaupt nicht und versteht die Welt nicht mehr."

Halina Monika Sega, Bericht auf RuhrStadtRegion, 19. Mai 2011


"In einer Anthologie gibt es immer wieder Geschichten, die einem mehr oder weniger gefallen. Die Mischung macht den Reiz, und bis auf dezente Ausnahmen haben mir alle Geschichten sehr gut gefallen. So unterschiedlich wie die Autoren sind, so unterschiedlich ist auch deren Interpretation "Vom Verlassensein". Es ist ein sehr schöner Mix entstanden, den man auch gut zur Hand nehmen kann, wenn man gerade selbst in der Situation ist, um einen geliebten Menschen zu trauern.

Regina Schleheck – Ich kann ja auch gehen:
Wie man es oft von sich selbst kennt – man gerät mit seinem Lebenspartner wegen Kleinigkeiten in einen Streit. Sind die Tassen nicht abgespült, liegt irgendwo eine Socke auf dem Boden, und der andere schimpft nur noch? Wie oft sagt man dann: "Ich kann ja auch gehen!" Diese Frage greift Regina Schleheck – zum Teil unterschwellig komisch – auf. Die Geschichte ist rasant geschrieben, verliert dabei aber nichts an ihrer Tiefe. Als Leser hofft man inständig auf ein Happy End …

Regina Schleheck – Himmel in Flammen:
Ein Mann verfolgt seine Freundin, für die er sich verschuldet hat. Doch sie hat nichts Besseres zu tun, als ihn zu betrügen. Auf der Autobahn kommt es zu einem  verhängnisvollen Unfall. Eine geniale Geschichte, bei der einem selbst der Schweiß auf der Stirn steht."

Sandra Rehschuh, 04. Mai 2011


"Wer kennt das nicht? Eben noch wähnte man sich beschützt und geborgen, wichtig und geschätzt, eingeengt und überbeansprucht, angekettet und leibeigen, und dann steht man urplötzlich allein da. Von allen guten (oder bösen) Geistern verlassen! So ein Fall aus allen Wolken kann sehr schmerzvoll sein - muss es aber nicht!
Ausgehend vom Zitat "Dem Verlorenen folgt die Sehnsucht" des bedeutenden altrömischen Dichters Horaz machte sich eine breite Autorenriege so ihre Gedanken zum Verlassenwerden und Verlassensein. Wer meint, eine Anthologie zu diesem Thema könne nur schwermütig ausfallen, sieht sich getäuscht. Natürlich wird in den Texten geklammert, gegrübelt und mit dem Schicksal gehadert. Aber plötzlich allein zu sein, kann auch eine Erlösung sein, oft bietet sich auch die Chance zu einem längst fälligen Neuanfang. Es stimmt schon, dass dem Verlorenen die Sehnsucht folgt. Aber häufig ist es das Verlangen nach etwas Neuem und eben nicht nach jenen Personen oder Dingen, von denen man Abschied nehmen musste.
Ebenso tiefgründig wie unterhaltsam sind die hier versammelten Kurzgeschichten und Gedichte über Beziehungsbrüche, Trennungsschmerz, Freiheit, Tod, Einsamkeit und Illusionen. Von Sinnkrisen ist hier nichts zu merken. Wie sagte schon der US-amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson: "Ich bin nicht allein, während ich lese und schreibe, obschon niemand bei mir ist."
Anlesetipps:
Martina Zimmermann: Luftherz
Regina Schleheck: Himmel in Flammen
J.B. Deluder: Festgefroren "

Asmodi, Amazon-Rezension 29. April 2011

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