REZENSION

"Luca und das Mal der Fürsten"

"Ich habe das Buch auf einer Buchmesse erworben. Das Titelbild sprang mir sofort ins Auge: Ein Ritter in voller Rüstung mitten im Wald allein - welche Geschichte mochte sich dahinter verbergen? Die des Jungen Luca, der sich in andere Welten träumt. Und eines Tages befindet er sich real in einer dieser Welten, lebt in ärmlichen Verhältnissen, nagt am Hugertuch, überlebt den Angriff von Räubern, dem seine Familie zum Opfer fällt, wird verschleppt und kann nie sicher sein, ob er den nächsten Tag überlebt. Dann die Wende: Er freundet sich mit einem Mönch an, der ihn zu seinem Erben macht. Wodurch er an den Fürstenhof kommt, zum Ritter wird und schließlich die Hand der Fürstentochter gewinnt, was natürlich nicht jedem gefällt.
Hier nimmt der Roman eine überraschende Wende, denn das titelgebende "Mal des Fürsten" befindet sich an Lucas Körper und weist ihn als dessen Sohn und Erben aus. Als Kind wurde er bei der Bauernfamilie versteckt, um ihn vor den Mordgelüsten derer zu retten, die alle Erben auslöschen wollten. Doch sein neugewonnener Fürstenstatus bringt ihn erst recht in Gefahr. Hier wird die Geschichte noch einmal turbulent, die Spannung gesteigert. Nachdem aber alle Aufgaben gelöst und alle Gefahren überstanden sind, kehrt Luca in die Realität zurück.
Das einzige (winzige) Manko dieser spannenden Geschichte war für mich, dass diese Rückkehr sang- und klanglos vonstatten geht und Luca sein altes (reales) Leben wieder aufnimmt, als wäre nichts geschehen. Aber der Rest der Geschichte ließ sich flüssig lesen, war spannend und hielt ein paar Überraschungen bereit. Mich hat der Roman überzeugt.
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McEL, Amazonrezension, 06. Februar 2020

 

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